Gesundheit

Wir streben eine Zucht an, die zurück auf den "altdeutschen Mops" geht. Hierbei handelt es sich nicht um eine andere Rasse, sondern um einen speziellen Typ des Körperbaus, den der Mops noch vor einigen Jahrzehnten zeigte.

Die Möpse waren sportlich, agil, etwas größer und langbeiniger als die meisten Vertreter heutzutage.

Zwei Möpse

Ihr Fang war deutlich nach vorn verlagert, die wichtigen Knochen der Schnauzpartie waren ausreichend ausgeprägt um eine gesunde Atmung zu gewährleisten. Die Augen waren eher ausdrucksstark Mandelförmig und nicht herausstehend. Von der Statur waren sie etwas größer (30-40cm) und durch die etwas längeren Beine und schlankeren Figur konnte der Mops seinem Spiel und Bewegungstrieb in vollem Umfang nachkommen.

Mit Datum vom 02.06.1999 veröffentlichte das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft das "Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen)". Spätestens seit diesem Zeitpunkt, müsste es einem jeden Züchter aufgefallen sein, dass in der Mopszucht etwas verändert werden muss. Über Jahrzehnte wurde der Mops auf einen immer rundlicher werdenden Schädel und Augen, sowie immer kürzeren Fang hin gezüchtet. Nasenbein und Oberkieferbein des Schädels verkürzten sich, der Fang wurde stumpfer und stumpfer, die Augen traten dadurch immer mehr hervor und gaben dem Mops einen noch sehnsüchtigeren Blick. Durch diese Verengungen im Atmungsbereich traten gesundheitliche Probleme auf, die Weich und Knorpelteile hatten keinen Platz mehr, die Hunde hatten Atemprobleme, ständig gereizte Schleimhäute und schlimmstenfalls Erstickungsanfälle.

Die Augen waren häufigen Verletzungen ausgesetzt und durch die extreme Faltenbildung, neigten die Hunde zu Hauterkrankungen. Mittlerweile bemühen sich einige Züchter diesen, von Menschenhand geschafften Problemen, ein Ende zu setzen. Es muss jedoch erwähnt werden, dass es sich um eine Zuchtbemühung handelt, die wahrscheinlich über Jahre hinweg fortgesetzt werden muss, um die Linie des "altdeutschen Mops" wieder zu festigen. Nur durch Selektion der geeigneten Zuchthunde wird dies zu erreichen sein. Wir verzeichnen heute schon sehr gute Erfolge! Jedoch ist dies ein Zuchtziel, das heißt, wir sind auf dem besten Weg, aber wir sind noch nicht angekommen. Der Großteil unserer Nachzucht weist die gewünschten Merkmale auf, Sie werden jedoch bei Züchtern mit diesem Zuchtziel immer noch vereinzelt Welpen mit kürzerem Fang finden. Dies ist einfach auf die Kürze der Zeit zurückzuführen. 40 Jahre und länger war das Zuchtziel den Fang so kurz wie möglich zu bekommen, dies kann man nicht in der Kürze der Zeit wieder vollkommen herauszüchten, da ist das Erbgut stärker! Dennoch sind wir sicherlich auf dem richtigen Weg um an ein, für unseren Mops, gesundes Ziel zu gelangen und Sie, lieber Interessent, können gewiss sein das auch diese Welpen mit der größten Rücksichtnahme auf die Gesundheit, gezüchtet wurden.

Auszug aus dem Qualzuchtgutachten des BMI
Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetztes
(Verbot von Qualzüchtungen)
Herausgeber: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BMELF),
Referat Tierschutz,
Postfach 14 02 70, 53107 Bonn,
Internet : http://www.bmelv.de

Schädel Pekinese Schädel Pudel
Schädel Pekinese Schädel Pudel


Brachyzephalie (Kurzköpfigkeit, Kurzschädeligkeit, Mopskopfbildung mit Hydrozephalie)
Es handelt sich um eine breite und runde Ausformung des Kopfes, mit z.T. gleichzeitiger Verkürzung des Gesichtsschädels, mit ausgeprägten Jochbögen und einer deutlichen Wölbung des Hirnschädels (Apfelkopf) bis hin zum fast primatenähnlichen Rundkopf mit frontaler Orientierung der Augen. Die Brachyzephalie ist für bestimmte chondrdysplastische Rassen typisch. Es kommt zur Disproportion zwischen Hirnschädel und Gesichtsschädel, bedingt durch Wachstumshemmung in den betroffenen Regionen. Dadurch entsteht ein extremer Schädeltyp, bei manchen Rassen mit persistierenden Fontanellen in der Schädeldecke und fast fetalem Habitus (Fetalisation). Die Brachyzephalie ist in der Regel auch mit einer Abknickung der Schädelbasis verbunden. Weiterhin können gleichzeitig Hypoplasie (Unterentwicklung) der Kaumuskulatur, Gebiss- und Kieferanomalien (Brachygnathie mit fehlerhaftem Gebissschluss, Atemwegsverengung mit Atembeschwerden sowie Schluckbeschwerden) auftreten. Infolge des Kontaktes der Kornea mit den Gesichtshaaren kommt es zur permanenten Korneareizung. Die ausgeprägte Einbuchtung des Gesichtsschädels (Glabella) begünstigt eine hyperplastische Hautfaltenbildung und damit die Disposition zu Dermatiden und zum Ektropium. Des weiteren besteht eine Disposition zu Hydrozephalie und Geschwulstbildung sowie, bedingt durch den großen runden Kopf der Feten, eine erhöhte Neigung zu Schwergeburten (Dystokie). Brachyzephale Hündinnen sind häufig nicht in der Lage, ihre Neugeborenen Welpen aus der Eihaut zu befreien und abzunabeln.